Unsere Alltagssituationen
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich am Bildungsplan des Landes Brandenburg – den „Erweiterten Grundsätzen elementarer Bildung“. Der neue Bildungsplan Brandenburg rückt die pädagogischen Alltagssituationen bewusst in den Mittelpunkt. Bildung findet nicht nur in geplanten Angeboten statt, sondern vor allem im täglichen Zusammenleben der Kinder. Im Mittelpunkt stehen bei uns somit wiederkehrende Alltagssituationen, in denen Kinder besonders viel über sich und die Welt lernen. Hier stellen wir sie kurz vor:
Zentrale Autonomie-Situationen
Spielen – Im freien Spiel entdecken Kinder die Welt selbstbestimmt, probieren sich aus und lernen im eigenen Tempo.
Essen – Mahlzeiten sind Momente der Gemeinschaft, bei denen Kinder mitentscheiden, was und wie viel sie essen. Frühstück und Vesper bereiten sich die Kinder bei uns entsprechend ihrem Entwicklungsstand selbst zu.
Ausruhen und Schlafen – Jedes Kind hat ein eigenes Ruhebedürfnis – wir begleiten es dabei, dieses wahrzunehmen und zu erfüllen. Wir haben in allen Häusern Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder.
Bad und Hygiene – Wickeln, Waschen und Toilettengang gestalten wir einfühlsam und mit Respekt vor der Intimsphäre jedes Kindes. Beim Wickeln entscheiden die Kinder mit, von wem sie gewickelt werden.
Situationen mit den Themen der Kinder im Mittelpunkt
Dialogisch lesen – Beim gemeinsamen Anschauen von Büchern sprechen wir mit den Kindern über den Inhalt der Bücher.
Pädagogische Angebote gestalten – Wir greifen die Fragen und Interessen der Kinder auf und entwickeln daraus Angebote und Projekte. Projekte werden aus den Kenntnissen und Erfahrungen der Kinder gespeist.
Kinderkreise moderieren – In der Gruppe tauschen sich Kinder aus, planen gemeinsam und üben, einander zuzuhören. Bei uns finden diese Gesprächskreise vor dem Mittagessen in der jeweiligen Bezugsgruppe statt.
Regeln aushandeln – Regeln entstehen gemeinsam mit den Kindern. Diese Regeln orientieren sich bei uns an demokratischen Grundwerten und an den Rechten der Kinder.
Mit Kindern planen – Kinder wirken aktiv mit, wenn es um die Gestaltung von Alltag und Räumen geht.
Draußen unterwegs sein – Ausflüge und Spaziergänge eröffnen neue Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung.
Organisatorische Situationen
Ausziehen, Anziehen, Umziehen – Auch in der Garderobe fördern wir Selbstständigkeit und Geduld. Beim An- und Ausziehen nehmen wir uns Zeit für Gespräche mit den Kindern.
Bringen und Abholen – Der Tagesbeginn und -abschluss wird bewusst und persönlich gestaltet. Wir begrüßen und verabschieden jedes Kind einzeln und persönlich.
Raumwechsel und Übergaben – Übergänge zwischen Räumen oder Betreuungspersonen gestalten wir ruhig und verlässlich. Raumwechsel kündigen wir den Kindern rechtzeitig an, damit sie sich darauf einstellen können.
Aufräumen – Aufräumen wird gemeinsam mit den Kindern zu einer sinnvollen, nachvollziehbaren Aufgabe. Dabei üben die Kinder ganz nebenbei das Sortieren und Zuordnen von Materialien.
Pädagogisch herausfordernde Situationen
Konflikte begleiten – Streit zwischen Kindern begleiten wir, statt ihn zu unterdrücken – als Lerngelegenheit.
Ausgrenzung und Übergriffe – Wir greifen aktiv ein, wenn Kinder ausgegrenzt werden oder Grenzen überschritten werden.
Widerstand und Beschwerden – Protest und Beschwerden von Kindern nehmen wir ernst und greifen sie auf.
Starke Gefühle – Ob Freude, Wut oder Traurigkeit – wir begleiten Kinder feinfühlig durch ihre Emotionen.